Cornelie (68) aus Reutlingen

Ich war in einem Zustand: ICH BIN.
Mein Alltagsleben ist zuhause geblieben.
Mein Handy ist im Rucksack – ich benutze es weder für Kontakte nach Hause noch für Fotos.

ICH BIN.
Ich atme – ich gehe – ich schaue
Mein Kopf ist leer – ich denke wenig.

ICH BIN.

Die Landschaft ist atemberaubend schön. Die Weite, die Felsformationen, die Pflanzen, die hier doppelt farbig leuchten, die Schaf- und Ziegenherden, die Gebäude, die sich in die Landschaft schmiegen. Der Sternenhimmel. Die Schluchten. Der Gegensatz zwischen der kargen Wüste und diesem paradiesischen Grün im Rosental. Die Vögel zwitschern. In der gite d’étape im Rosental  fliegt ein Wiedehopf an uns vorbei!

Ich atme – ich gehe – ich schaue – ich höre.

Sehr hilfreich für diesen Zustand:
Der morgendliche Impuls und eine Stunde schweigend gehen.
Am Abend stellt Theo das Programm für den nächsten Tag vor. Weiter muss ich nichts wissen.
Vor dem Schlafengehen gibt es eine Gute-Nacht-Geschichte.
Es ist schön, im Zelt zu schlafen.

Mohamad stellt uns sein Land vor. Er ist stolz auf sein Land. Er liebt sein Land und sein Volk – die Berber.  Er erzählt von ihnen: Wie leben sie? Was treibt sie um? Was zeichnet sie aus? Was hat sich in ihrem Leben verändert? Welche Fortschritte gibt es für sie und was ist noch zu tun?
Ich höre ihm sehr gerne zu.

Abdou und seine Crew kochen ein oberleckeres Essen. 
Alles ist liebevoll zubereitet und präsentiert.