FAQ – Häufig gestellte Fragen

In Jordanien rechnen wir im Juni mit Höchsttemperaturen um 35°, nachts kühlt es ab mit Temperaturen bis etwa 15°, die Luftfeuchtigkeit ist gering. Die Regenwahrscheinlichkeit ist gering, aber auch in Jordanien ist der Klimawandel angekommen - Garantien gibt es also keine ...

So verständlich die Sorge ist, die hinter dieser Frage steht, so wenig lässt sie sich allgemeingültig beantworten. Jeder Mensch hat seine ganz eigene Art von Kälte- und Wärmeempfinden. Einen Hinweis könnten Ihre sonstigen Vorlieben geben: genießen Sie es, wenn es bei uns im Sommer heiß ist, reisen Sie eher ans Mittelmeer als nach Skandinavien, meiden Sie Kälte und Nässe? Dann sind Sie bei uns vermutlich richtig. Was noch wichtig ist für die Skeptischen unter Ihnen: die Hitze in der Wüste ist definitiv besser zu ertragen als die Hitze bei uns - was ganz einfach an der ganz geringen Luftfeuchtigkeit und dem meist wehenden Wind liegt.

An allen Reisetagen haben wir Vollpension. Wenn wir draußen übernachten, sieht das so aus: Das Frühstück besteht aus Fladenbrot, Marmelade, Honig - es gab auch schon mal Nutella! - Käse, Oliven und Eiern. Mittags gibt es, was unterwegs so möglich ist: Brot, Käse, Fisch, Salat, Rohkost, Obst ... Am Abend wird ein Drei-Gänge-Menü mit Suppe und Nachtisch serviert, der Hauptgang besteht aus Reis, Nudeln oder Kartoffeln mit Gemüse, immer landestypisch gewürzt und zubereitet. Je nach Erreichbarkeit von zivilisatorischem Nachschub gibt es auch mal Geflügel, Lamm- oder Ziegenfleisch dazu. Unterwegs zaubert Theo oft noch den ein oder anderen Snack aus der Tasche ...

Eine Trinkmenge von ca. 3-4 l Wasser pro Tag ist wohl realistisch. Das klingt enorm viel, muss aber sein, um den nicht zu unterschätzenden Wasserverlust durch Schwitzen auszugleichen. Dehydrieren ist eine der größten gesundheitlichen Gefährdungen bei einer Wüstentour, das sollte man tunlichst vermeiden. Man gewöhnt sich übrigens schnell daran, solche Mengen zu trinken - es wird innerhalb kurzer Zeit zum unvermeidlichen Pausenritual.

Nach mitunter schwierigen Erfahrungen mit Zisternen- oder Quellwasser haben wir schon vor vielen Jahren die Entscheidung getroffen, nur noch abgefülltes Mineralwasser aus PET-Kanistern zu nutzen. Dabei müssen wir damit rechnen, bis zu 2 l Wasser selbst zu tragen.

Auch das ist natürlich individuell verschieden. Das erste Thema, das uns diesbezüglich beschäftigen wird, ist die Gewöhnung an die Hitze. Hier heißt es: langsam tun, Schatten aufsuchen wo möglich, keinesfalls ohne Kopfbedeckung unterwegs sein und trinken, trinken, trinken. Eine gefürchtete Konsequenz mangelnder Flüssigkeitszufuhr ist die Dehydrierung - sie zu vermeiden, ist zum Glück einfach! Womit man bei Reisen in warme Länder mit anderer Esskultur immer rechnen muss, sind Magen-/Darmprobleme, die aber in der Regel mit entsprechenden Medikamenten gut in den Griff zu bekommen sind. Vor allem am Anfang des Hikes kommt es schon mal zu Kreislaufproblemen, besonders bei Leuten mit niedrigem Blutdruck. Natürlich strapaziert tägliches Wandern die Füße, aber das versteht sich wohl von selbst - und dafür gibt es Theos Blasenklinik!

Immer gilt: der richtige Impfschutz für die individuelle gesundheitliche Situation kann nur im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Hausarzt geklärt werden. Außerdem bieten z.B. Universitätskliniken oder Tropenkliniken reisemedizinische Beratung an. Die Informationen des Auswärtigen Amts zu diesem Thema finden Sie hier.

Die meisten Menschen denken an Schlangen und Skorpione, wenn sie diese Frage stellen. Was Schlangen angeht, können wir davon ausgehen, dass sie viel mehr Angst vor uns haben als umgekehrt - sie verschwinden schleunigst, wenn sie spüren, dass sich der Schritt eines Menschen nähert. Deshalb gelingt es auch eher selten, eine Schlange zu Gesicht zu bekommen. Skorpione sind weniger schreckhaft, man begegnet ihnen also eher. Ein Stich ist sehr schmerzhaft, aber nur selten lebensgefährlich (Ausnahme: allergische Reaktion). Jedenfalls gilt es, wachsam zu sein, gerade auch in unübersichtlichem Gelände und nachts, und nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material zu greifen. Wie üblich gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Auch die Wahl eines Schlafplatzes im eher offenen Gelände (also nicht neben Büschen, Felsen o.ä.) ist angeraten. Vor Benutzung von Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen sollte man eventuell vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen und den Schlafsack erst unmittelbar vor dem Einsteigen ausrollen.

Es ist schon eine anstrengende Sache, so ein Trekking - einfach deshalb, weil wir nicht daran gewöhnt sind, mehrere Tage hintereinander unterwegs zu sein, weil das Gelände ungewohnt und manchmal unwegsam ist, weil das Wetter anders ist als daheim, weil man im Schlafsack anders schläft als im eigenen Bett ... Wer also einen gemütlichen Urlaub zum Abhängen bevorzugt, ist bei uns an der falschen Adresse. Das bedeutet, dass in der Tat eine gute körperliche Belastbarkeit im Blick auf die Ausdauer notwendig ist, ebenso sollten Teilnehmer grundsätzlich (körperlich und psychisch) gesund sein. Dazu hier noch weitere Informationen. Auf der anderen Seite orientiert sich unsere Art zu reisen immer an den Möglichkeiten der Teilnehmer - es ist kein Programm für Menschen, die sich völlig auspowern und so den ultimativen Kick erleben wollen, wenn es auch meist die ein oder andere Gelegenheit gibt, seine Grenzen auszutesten.

Auch hier gilt das "einerseits - andererseits": Unsere Reisen sind nicht gedacht für Supersportler, die ein umfangreiches Trainingsprogramm absolviert haben, bevor es losgeht. Für ausgesprochene Couchpotatoes wird eine solche Tour allerdings eher Last als Lust bedeuten. Dabei sind die einzelnen Tage im Blick auf die Anforderung recht unterschiedlich. Es schadet sicher nicht, sich ein wenig auf die Tour vorzubereiten, wobei da der Schwerpunkt auf dem Thema Ausdauer liegen sollte. Ein paar Tages- oder auch Wochenendtouren in hügeligem oder bergigem Gelände sind schon nicht schlecht, und es gab auch schon Teilnehmer, die vor der Tour verstärkt mit dem Fahrrad unterwegs waren und dies als positiv bewertet haben.

Eine solche Tour erfordert schon eine solide Gesundheit. Probleme mit Herz und Kreislauf, mit der Lunge (auch Asthma!), mit Fuß-, Knie- oder Hüftgelenken und dem Rücken sowie akute psychische Erkrankungen schließen eine Teilnahme aus. Wenn gesundheitliche Beeinträchtigungen vorliegen, bitten wir dringend darum, mit uns ins Gespräch zu kommen, damit wir die Möglichkeiten einer Teilnahme ausloten können. Ein medizinischer Notfall auf so einer Reise betrifft die ganze Gruppe und sollte nicht sehenden Auges in Kauf genommen werden. Selbstverständlich können Sie auf unsere Verschwiegenheit zählen. Abgesehen von bekannten gesundheitlichen Risiken, die vor einer Teilnahme zu bewerten sind, ist bei so einer Tour immer mit plötzlich neu auftretenden Problemen zu rechnen. Nicht nur das Herz kann da ein Thema sein, auch unbekannte Allergien oder Kreislauferkrankungen können von einem Moment auf den anderen auftreten. Bei einer Trekkingtour in abgelegene Gebiete liegt es auf der Hand, dass hier Hilfe nicht so schnell zu haben ist, wie wir es in Deutschland gewohnt sind.

Es wird immer mal wieder vorkommen, dass einzelne Teilnehmer*innen einen schlechten Tag haben - aus den unterschiedlichsten Gründen - und nicht so gut mithalten wie sonst. Das ist normal und kein Grund zur Panik. Theo läuft immer hinten am Ende der Gruppe und achtet darauf, dass niemand zurückbleibt. Er sorgt dafür, dass einer, dem es nicht so gut geht, genügend Pausen machen kann, mal einen Energieriegel, ein Blasenpflaster oder eine kleine Extra-Dusche bekommt, und auch die wunde Seele ein bisschen aufgepäppelt wird. Und wenn es gar nicht geht, gibt es immer die Möglichkeit, einen Tag mit der Versorgungscrew nur von einem Nachtplatz zum nächsten zu gehen und sich so eine konditionelle Pause zu schenken.

 

Wir bewegen uns in einer Gebirgswüste mit festem, steinigen Boden, der auch mal unwegsam und geröllig sein kann. In den ersten Tagen sind es vor allem alte Eselspfade, die wir nutzen, später gehen wir durch Wadis, in denen es keine Wege gibt: Der Guide kennt sich aus und gibt auch Hilfestellung, wenn es mal schwierig wird. In den Wadis gibt es immer wieder auch fließendes Wasser, durch das zu gehen ist - und im Fall des Wadi Hasa (an den letzten beiden Trekkingtagen) ist die Strömung so stark, dass wir hier mit den Wanderschuhen ins Wasser müssen. Sandalen sind hier keine gute Option. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind grundsätzlich nicht falsch, auch wenn wir nicht mit ausgesetzten Stellen rechnen.

Das ist eine meiner Lieblingsfragen - bei dieser Tour liegen die Tagesstrecken zwischen 12 und 17 km. Das klingt zunächst nicht allzu lang, aber es hängt komplett vom Gelände ab, wie anstrengend auch eine  kurze Strecke sein kann. Es ist eben ein Unterschied, ob ich auf sandigem oder felsigem Boden laufe, ob ich steigen muss oder das Gelände eher flach ist, ob der Weg gut ausgetreten ist oder ich über große Felsbrocken (oder um sie herum) meinen Weg suchen oder gar durchs Wasser gehen muss. Bei der Tour 2006 hatte einer der Teilnehmer einen Schrittzähler dabei, aber wenn ich es richtig mitbekommen habe, hat er es nach einigen Tagen als gar nicht mehr so wichtig empfunden, ihn anzulegen, weil die gewanderte Strecke nichts mit der gefühlten Anstrengung und - vor allem! - dem gefühlten Glück zu tun hatten. Deshalb orientiert man sich, wenn hinter der Frage Zweifel daran stecken, ob ich das überhaupt schaffe, am besten an dem im ausführlichen Reiseprogramm beschriebenen Zeiten.

Wir schlafen während des Trekkings unter freiem Himmel - es steht immer für zwei Personen ein Zelt zur Verfügung, auch wenn es von den Temperaturen her vielleicht gar nicht nötig ist. Aber wenn es Wind gibt oder aus anderen Gründen ein Schutz angenehm erscheint, ist es gut, es zu haben. In den nicht wirklich kalten Nächten verdeckt allerdings die schönste Aussicht aller Zeiten: den Sternenhimmel. Die einheimische Crew stellt uns etwa 8 cm dicke Schaumstoffmatratzen zur Verfügung, so dass ein minimaler Komfort gegeben und eine Isomatte nicht notwendig ist. Allerdings ist eine ganz dünne, leichte Alumatte zu empfehlen für die Nacht im Wadi Hasa, wo wir unsere ganze Ausrüstung selbst tragen müssen. Was Sie zudem brauchen, ist ein guter Schlafsack, der bis zu Außentemperaturen von ca. 15° C warmhalten sollte.  Deshalb empfehlen wir auch und trotz allen Spotts immer wieder, für die Nacht eine warme Mütze einzupacken.

Was die Körperreinigung angeht, muss klar gesagt werden, dass Duschen in dem Sinne, wie wir es gewöhnt sind, während der Zeit des Trekkings nicht möglich ist. Normalerweise müssen Zähneputzen und eine kleine Katzenwäsche genügen. Eine Ausnahme stellt das Beduinencamp an Tag 7 und 8 dar, hier gibt es eine improvisierte Bedu-Dusche. Das andere Thema ist die Toilette: Im Camp gibt es evtl kleine Toilettenzelte. Unterwegs erledigt man dieses Bedürfnis etwas abseits der Wege: Felsen oder Büsche zum Sichtschutz sind in der Regel zu finden. Und wenn mal nicht, müssen alle anderen sich eben umdrehen ... Aus Gründen des Umweltschutzes ist es wichtig, das Toilettenpapier anschließend zu verbrennen und die Reste mit einem Stein oder Sand zu bedecken.

Eine ausführliche Ausrüstungsliste steht kurz vor der Reise im Loginbereich zum Download bereit. Sollten Sie sich über das ein oder andere Ausrüstungsstück wundern: Hier spricht die gesammelte Erfahrung! Und alle Fragen dazu finden beim Vorbereitungstreffen ihre Antwort.

Eher nein: der Schwerpunkt unserer Reisen liegt klar auf dem Wandern und der Naturerfahrung. Wenn jedoch etwas Interessantes sozusagen am Wegesrand liegt, werden wir es natürlich in unser Programm aufnehmen. Das wird diesmal der Besuch der Kreuzfahrerfestung Shawbak und der UNESCO-Welterbestätte Petra sein.

Das ist ein immer wieder ein interessantes Thema, und die diesbezüglichen Erwartungen der Mitreisenden sind oft ziemlich unterschiedlich. Deshalb ist diesen Fragen hier ein eigener Abschnitt gewidmet.

Diese Frage lässt sich nicht wirklich beantworten. Natürlich befinden wir uns in im arabischen Raum. Natürlich gibt es Schlangen, Skorpione und anderes Getier. Natürlich macht das Wetter manchmal unerwartete Kapriolen, die zu Planänderungen führen können. Natürlich kann man sich bei Outdoor-Aktivitäten ein Bein brechen. Das alles stimmt und das ein oder andere Malheur ist auch schon passiert - und dennoch sind wir bisher, Gott sei Dank, immer wohlbehalten wieder heimgekehrt. Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass wir unverwundbar wären - auch uns kann wie jedem Menschen etwas passieren. Aber das ist ebenso hierzulande möglich, im Straßenverkehr, im Haushalt oder sonstwo. Mit anderen Worten: es ist einzig und allein die Entscheidung jedes und jeder einzelnen, ob er oder sie sagt "Das ist es mir wert!" oder ob die Bedenken überwiegen. Was wir tun können, um die Risiken zu minimieren, werden wir selbstverständlich immer tun.

Jordanien ist ein islamisches Land im Nahen Osten. Es ist in den letzten Jahren politisch fast immer ruhig gewesen, im Vergleich zu anderen Ländern der Region kann man Reisen nach Jordanien als so sicher bezeichnen, wie es eben in unserer Zeit sein kann.  Unsere Reiseziele werden in den Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts nicht als politisch kritisch eingestuft. Sollte sich die Situation im Vorfeld einer Reise einmal so zuspitzen, dass das Auswärtige Amt vor Reisen in das betreffende Land warnt, wird unsere Reise kostenneutral abgesagt.

WLAN steht im Hotel zur Verfügung. Wo es menschliche Ansiedlungen gibt, gibt es auch ein Mobilfunknetz, wenn auch die Qualität nicht immer 100 %ig stabil ist. In der Wüste funktionieren Handys nicht überall, so dass es während des Trekkings nicht immer möglich ist, zu telefonieren. Aber das hat auch was! Ein Satellitentelefon gehört zur Ausrüstung unserer Crew.

Die Veranstalterinsolvenzversicherung ist im Reisepreis enthalten. Außerdem sollten Sie auf jeden Fall eine Reiserücktrittskosten- und eine Auslandsreisekrankenversicherung haben. Alle anderen Reiseversicherungen sind eine Sache des persönlichen Geschmacks und Bedarfs. Der Reiseveranstalter ist gern behilflich, die individuell notwendigen Versicherungen zu arrangieren.

Aus jetziger Sicht (Juli 2020) können wir dazu zwar manches sagen, aber nichts wirklich Sinnvolles, denn niemand weiß, wie die Dinge im Frühjahr 2021 liegen werden. Natürlich beobachten wir die Lage permanent und nehmen immer wieder Risikobewertungen vor. Vermutlich wird irgendwann im Frühjahr 2021 eine Entscheidung möglich sein, ob die Reise stattfinden kann oder nicht. Selbstverständlich werden wir nicht fahrlässig und leichtsinnig handeln, sondern unsere Verantwortung ernst nehmen. Wenn die Reise vom Veranstalter Belvelo abgesagt wird, geschieht dies kostenneutral für die angemeldeten Teilnehmer*innen. Wenn Angemeldete selbst ihre Buchung zurückziehen, keine Person von der Warteliste einspringen kann und die Reise stattfindet, gelten die Stornobedingungen des Reiseveranstalters.

 

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