Reiseprogramm

 
Trekking in Jordanien: Von Petra zum Toten Meer

Eine abenteuerliche Wüstenwanderung von der weltberühmten Stadt der Nabatäer zu den spektakulären Canyons am Toten Meer, durch das schroffe Wüstenhochland und hinunter zum tiefsten Punkt der Erde – dieses Programm verbindet die „Must-Have-Seens“ in Jordanien mit einer neuen Wanderstrecke, so dass sowohl Jordanien-Neulinge auf ihre Kosten kommen als auch diejenigen, die schon einmal mit uns dort waren.

Die Wanderung gliedert sich in drei Teile:

  • Gebiet von Petra: die Nabatäerstadt erstreckt sich über ein ganzes Tal. Wir sehen auf unserer Wanderung fast alle historischen Sehenswürdigkeiten, finden aber auch die Zeit, die Schönheit ihrer natürlichen Umgebung wahrzunehmen – einzigartig dabei der „Petra-Sandstein“ in vielfältigen Farben und Formen. In der Nähe beziehen wir das erste Nachtlager unterm Sternenhimmel.
  • Das Wüstenhochland: wir bleiben zunächst hoch über dem Arava-Tal, das den nördlichen Ausläufer des ostafrikanischen Grabens bildet, bewegen uns auf uralten Eselspfaden und genießen unglaubliche Ausblicke auf die Wüstenlandschaft. Der Weg führt weiter in die Ebene unter dem Meeresspiegel, die das Tote mit dem Roten Meer verbindet.
  • Wadiwandern: Wir werden verschiedenen Wadis folgen, teils trocken, teils mit fließendem Wasser, die vom Hochland in die Arava und zum Toten Meer hin abfallen. Es gibt schmale Canyons, die willkommenen Schatten spenden, wir werden durch Wasserläufe gehen und gelegentlich auch ein erfrischendes Bad in natürlichen Pools nehmen können. Den Abschluss bildet das spektakuläre Wadi Hasa, das in biblischer Zeit die natürliche Grenze zwischen den Ländern Moab und Edom bildete.

 

Tag 1

Anreise

von Stuttgart über Wien mit einem Linienflug der Austrian Airlines und Ankunft in Amman, Transfer und Übernachtung im Ibis Hotel Amman.

 

Tag 2

Fahrt von Amman nach Wadi Musa (Portal nach Petra), unterwegs Besuch der Kreuzfahrerfestung Shawbak

Heute gewinnen wir auf der Fahrt nach Süden die ersten Eindrücke von Jordanien. Auf unserer Fahrt queren wir das Wadi Mujib, den „Grand Canyon Jordaniens“ und Grenze zwischen den biblischen Ländern Ammon und Moab, und das Wadi Hasa, das den großartigen Schlussakkord unseres Trekkings setzen wird. Einen größeren Stopp legen wir in Shaubak ein. Hier besichtigen wir die bedeutsame und auch als Ruine noch eindrucksvolle Kreuzfahrerfestung Montreal an der Königsstraße, die 1115 von Balduin I. errichtet und knapp 75 Jahre später nach zweijähriger, harter Belagerung von Saladins Armee erobert wurde. Unterwegs erhalten wir die ersten Eindrücke der Berge von Moab und Edom. In Wadi Musa beziehen wir für eine letzte Nacht in weichen Federn das Hotel Petra Oscar und finden abends vielleicht noch ein wenig Gelegenheit, das Leben in einer arabischen Kleinstadt zu entdecken (und das hochprozentige Petra-Bier zu probieren).

 

Tag 3

Von Wadi Musa zum ersten Camp in Moesra: ein ganzer Tag Wandern durch Petra, Besuch der historischen Stätten

Nach einer letzten Dusche und einem herzhaften Frühstück im Hotel: Trekkingstart! Wir gehen durch den berühmten Siq, eine enge Schlucht durch hoch aufragende Felsen, die den klassischen Zugang zu Petra bildet. Der erste Blick, nachdem wir sie hinter uns lassen, ist überwältigend: das Schätzkästchen des Pharaos, Petras berühmtestes Monument, begrüßt den Gast dieser zu Recht schon 1985 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommenen Stadt. Im Lauf des Tages werden wir die bekanntesten Sehenswürdigkeiten – das Theater, die Königsgräber, den Hohen Opferplatz auf dem Jebel Attuf und manches andere zu sehen bekommen. Petra wurde 2005 auf die Liste der Sieben Neuen Weltwunder gewählt, und das nicht nur wegen seiner historischen Bedeutung, sondern auch wegen der beeindruckenden Grabanlagen, der atemberaubenden Ausblicke, der wunderschönen bunten Sandsteinformationen, der antiken Höhlenwohnungen … all dies wird diesen Tag unvergesslich machen. Wir verabschieden uns von Petra bei Ed-Deir, einem mit 50 m Breite und fast 40 m Höhe aus dem Feld heraus gehauenen Grabmonument. Hier verlassen wir den Bezirk auf die ganz unübliche Weise, „hinten herum“, und schon wird deutlich: jetzt beginnt unser Trekking richtig. Ein schmaler Bergpfad führt uns zu unserem ersten Camp in Moesra: no roof but the sky!

Gehzeit: ca. 6 Stunden

 

Tag 4

Von Moesra nach Umm el Elalda

Von unserem Nachtplatz ist es nur ein kurzer Weg bis Beida, einer unter dem Namen Little Petra bekannten Ausgrabungsstätte. Man vermutet, dass Petras kleine Schwester als Karawanserei der nabatäischen Hauptstadt diente, also ein befestigtes und gesichertes „Rasthaus“ am wichtigen Handelsweg von Petra zum Mittelmeer war. Inmitten weißer Sandsteinmassive liegt auf beiden Seiten des versteckten Tales ein archäologisches Wunderland. Wir tauchen in dieses Tal ein, staunen über die Zeugnisse vergangener Kultur am Wegesrand und klettern an der östlichen Seite wieder heraus. Von hier aus ist es eher ein Spaziergang bis zum Jebel Qaroun (1182 m ü. NN), der sich über der tiefen Senke des Arava-Tals erhebt, das das Rote mit dem Toten Meer verbindet. Die Ausblicke in dieser Gegend sind von außerordentlicher Schönheit und werden einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen. Zwei Drittel der ab jetzt bergab führenden Strecke liegen jetzt noch vor uns, deshalb sind noch einige Stunden bis zu unserem nächsten Camp auf 1000 m über dem Meeresspiegel zu laufen.

Gehzeit: ca. 6 Stunden, 17 km, + 410 m / - 461 m

 

Tag 5

Von Umm el Elalda nach Ras el Feid

Heute bleiben wir auf der Höhe und folgen den alten, ausgetretenen Eselspfaden der Beduinen, die uns den Weg über Bergrücken und Schluchten hinweg weisen. Dieses Hochland ist weitläufig, kahl und zerklüftet – und unglaublich schön. Es ist nur sehr dünn besiedelt, deshalb werden wir auf kaum mehr als ein paar Beduinenzelte treffen. Beduinenland ist es dennoch, und der Weg führt uns direkt hindurch, immer wieder Ausblicke auf das Arava-Tal tief unter uns eröffnend. Wir durchqueren den oberen Teil der Schwarzen Berge mit weiteren spektakulären Ausblicken und erreichen das höchstgelegene Camp dieser Tour auf ziemlich genau 1200 m ü.NN in Faron, wo uns in der Nacht wieder eine Milliarde Sterne leuchten werden.

Gehzeit: ca. 6 Stunden, 16 km, + 660 m / - 580 m

 

Tag 6

Von Ras el Feid ins Wadi Sakakin

Der Tag gehört dem langen Abstieg aus dem Hochland von Edom in die Talsohle der Arava. Wir durchqueren mehrere Klimazonen, ganz unterschiedliche Felsformationen und geologische Schichten sind erkennbar. Unterwegs gibt es wunderbare Ausblicke ins Wadi und das Arava Tal, vielleicht den ein oder anderen Wasserfall. Mit einem kleinen Umweg erreichen wir den Pool im Wadi Sakakin und – wenn es zuvor (!) genug geregnet hat – nehmen wir ein erfrischendes Bad. Das Camp wird am Ausgang des Wadi Sakakin, bereits in der Arava sein.

Gehzeit: ca. 5 Stunden, 5 Stunden, 12 km, + 110 m / - 1050 m

 

Tag 7

Vom Wadi Sakakin zum Beduinencamp am Ausgang des Wadi Ghuweir

Noch ein kürzerer Tag, den wir im Tal der Arava verbringen. Das Gelände ist flach und etwas geröllig. Hier spüren wir auch, dass wir uns unter dem Meeresspiegel befinden – könnte gut sein, dass dies der heißeste Tag der Tour wird. Wir gehen bis zum biblischen Feinan, wo noch Überreste der in der Bibel erwähnten Sklavenlager zu sehen sind. Der Weg gibt uns einen guten Eindruck von der Verlassenheit dieser Wüstengegend und führt uns schließlich zu unserem Camp am unteren Ausgang des Wadi Ghuweir. Dieses Camp mit klassischen Beduinenzelten hat seinen einigen Jahren hier seinen festen Platz. Wer Lust hat, kann noch einen Spaziergang durch die Ruinen machen – nach einer kurzen Ruhepause im Camp ist dies sehr zu empfehlen!

Gehzeit:  4–5 Stunden, 14 km, + 105 m / - 180 m

 

Tag 8

Rundwanderung im Wadi Ghuweir und Wadi Hammam Dathneh oder auch ein Tag zum Faulenzen

Dieser Tag steht unter dem Motto „cha­cun/e à son goût“: Wer Lust und Energie hat, macht eine Entdeckungstour ins spektakuläre Wadi Ghuweir, das vom Shawbak Plateau durch einen spektakulären Canyon aus rotem Sandstein, mit stets fließendem Wasser und hängenden Gärten in die Arava führt. Das hat auch für diejenigen, die schon einmal dort waren, Neues zu bieten – zum einen weil das Wadi nach jeder Winterflut sein Gesicht verändert, zum anderen aber auch deshalb, weil wir irgendwann ins Wadi Hammam Dathneh abbiegen, das wir noch nicht kennen. Wir gehen durch permanent fließendes Wasser, erfrischen uns unter dem einen oder anderen Wasserfall, klettern ein paar Meter hoch über die Felsen, mal mit, mal ohne Seil. Wer will, der kann, und wer nicht will oder zwischendrin genug hat, kehrt einfach um und läuft zurück. Und wer es heute ganz chillig mag, bleibt einfach im Camp und nutzt die Zeit für was immer er oder sie will. Die Nacht verbringen wir noch einmal im Beduinencamp.

 

 

Das große Finale: Wadi Hasa!

Wadi Hasa wird schon in der Bibel mehrfach erwähnt als Grenze zwischen den Ländern Moab und Edom, es ist auf der Madaba-Mosaikkarte zu sehen und bildet eines der Haupthindernisse, die die Geographie dem King’s Highway in den Weg stellt. Es ist eines der größten Wadis in Jordanien, durch das je nach Jahreszeit enorme Mengen Wasser abfließen. Der obere Teil des Wadis ist durch Kalkstein geschnitten und bildet ein Bachbett mit engen Passagen, versteckten Pools, Wasserfällen und großen Felsbrocken. Im weiteren Verlauf zum Toten Meer hin hat sich das Wadi durch eine massive Schicht aus rotem Sandstein geschnitten und dabei einen Canyon mit kleinen Palmeninseln geschaffen, der sich gegen Ende des Wadis langsam zum Toten Meer hin öffnet.

In den letzten beiden Wandertagen werden wir dieses spektakuläre Bachbett entdecken, durch das fließende Wasser gehen, über Felsen klettern oder unter ihnen hindurch krabbeln und gelegentlich an natürlichen Pools Pause machen, die zum Baden einladen. Viele kleine Quellen entspringen im Verlauf des Wadis – einige von ihnen versorgen uns mit kühlem Trinkwasser, andere spenden warmes oder gar richtig heißes Mineralwasser.

Wir werden dieses Wadi in zwei Tagen gehen und mittendrin dort auch übernachten – mit einem Minimum an Ausrüstung, die wir selbst tragen. Dies ist noch einmal eine neue Art von Herausforderung, bei der wir uns die Frage stellen: mit wie wenig kann ich auskommen? Unsere letzte Nacht unterm Sternenhimmel, tief im Wadi und umgeben von spektakulären Felsformationen wird ganz sicher diejenige sein, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 

Tag 9

Von Wadi Ghuweir zum Camp im Wadi Hasa

Der Tag beginnt mit einem etwa einstündigen Weg zum Platz, wo der Bus uns aufnehmen kann, und einem Transfer zum Startpunkt des Wadi Hasa Treks – eine kurze Reise auf dem King’s Highway, durch den Dana Naturpark und die kleine Stadt Tafila – Gelegenheit, sowohl die spektakuläre Landschaft als auch das Dorfleben in dieser Gegend zu sehen. Die Wanderung im oberen Wadi Hasa ist so einzigartig, dass wir nicht allzu viel Zeit auf dem Weg lassen wollen, sondern sehen, dass wir wieder in die Wanderschuhe kommen. Der Weg ins Wadi ist nicht schwer, aber kann sich ein bisschen ziehen, zumal es keinen Schatten gibt. Einmal im Wadi angekommen, gibt es keinen Grund zur Eile – wir werden uns wiederum Zeit lassen, um dieses Meisterstück der Natur auf uns wirken zu lassen. Ehr-furcht wird hier kein übertriebenes Wort sein. Der Weg führt fast durchgehend – auch  morgen noch – durchs fließende Wasser, eine Herausforderung für unsere Wanderschuhe! Aber Sandalen sind in diesem Gelände keine Alternative. Am Ende dieses abenteuerlichen Tages werden wir in der Nähe der Kreuzung mit dem Wadi Qatara unser Nachtlager aufschlagen und unseren Proviant teilen – im Herzen des Wadi Hasa.

Transfer: ca. 2-3 Stunden, Gehzeit: ca. 6 Stunden, 17 km, + 50 m / - 710 m

 

Tag 10

Vom unteren Teil des Wadi Hasa zum Hotel am Toten Meer 

Der letzte Tag der Wanderung wird ein langer sein – aber die Zeit wird nur so vorbeifliegen, weil wir umgeben sind von einer Fülle von Naturschönheiten: natürliche Gärten mit Palmen, warme und kalte Frischwasserquellen und verborgene Pools. Und wieder: wir nehmen uns die Zeit, diese Schönheit zu genießen, denn alles andere wäre ein Fehler! Je näher wir dem Toten Meer kommen, um so weiter treten die Felswände auseinander, und gegen Ende werden all unsere inneren Belohnungssysteme anspringen, wenn wir den Bus sehen können, der uns zum Hotel bringen wird. Eine Fahrt von etwa 1 ½ Stunden bringt uns zu unserem wunderschönen Hotel Dead Sea Spa am Toten Meer: wohl verdient!

Gehzeit: ca. 10 Stunden, 17 km, + 30 m / - 295 m

 

Tag 11

Freier Tag am Toten Meer

Was an diesem Tag geschieht, ist ganz dem persönlichen Bedürfnis überlassen: chillen am Pool, baden im Toten Meer – ein Must-Do für alle, die es noch nie ausprobiert haben - , aber auch ein Ausflug zur jordanischen Taufstelle am Jordan (UNESCO-Weltkulturerbe) oder zum Mount Nebo sind möglich – und wer es gar nicht lassen kann: auch am Nordende des Toten Meeres gibt es jede Menge tolle Wadis, die sich zu entdecken lohnen!

 

Tag 12

Heimreise

Transfer nach Amman, Rückflug mit einem Linienflug der Austrian Airlines über Wien nach Stuttgart.

 

Stand: 29.07.2020

Details der Planung können sich im Lauf der Vorbereitungen oder vor Ort aufgrund unvorhersehbarer Umstände noch verändern. Die angegebenen Fahrt- und Gehzeiten basieren auf der langjährigen Erfahrung unserer einheimischen Crew.


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