Reiseprogramm Rumänien

 
Berge, Bären, Dracula - Trekking in den rumänischen Karpaten (Herbst 2024)

- Zu diesem frühen Zeitpunkt können sich beim Ablauf des Programms noch leichte Verschiebungen ergeben. -

Uns erwartet eine wunderbare Tour durch eine reizvolle ländliche Gegend, insgesamt neun Tage. Fünf Tage sind dem Trekking gewidmet, vorher und nachher haben wir Gelegenheit, Kultur und Geschichte Siebenbürgens ein wenig kennen zu lernen. 

Wir wandern quer über das Bucegi-Gebirge und besteigen den Omu, mit 2505 m höchster Gipfel dieses Teils der Karpaten. In den folgenden drei Tagen führt unsere Route durch das transsilvanische Vorgebirge. Dabei passieren wir mehrere Dörfer, wo man meinen könnte, die Zeit sei stehen geblieben, und übernachten in einfachen Berghütten oder Gästehäusern auf Bauernhöfen. Während des Trekkings sind keine Zwischentransfers erforderlich.

Außerdem lernen wir im Rahmen einer kleinen Tour Sibiu/Hermannstadt kennen und haben Zeit, die interessanten Städte Sinaia und Brasov - das siebenbürgische Kronstadt mit seiner rund 800jährigen Geschichte - zu erkunden. Zu allem Überfluss beherbergt Rumänien eine der größten Populationen von europäischen Braunbären. Wir besuchen das berühmte Bärenschutzgebiet in Zarnesti und erhalten einen Einblick in die Arbeit dort.

 

Tag 1

Flug Stuttgart – Sibiu

Nach einem Flug mit Ankunft nachmittags in Sibiu /Hermannstadt erfolgt ein kurzer Transfer zu unserem Hotel. Vielleicht bleibt auch noch etwas Zeit für einen ersten Stadtbummel.

Übernachtung und Abendessen im Hotel. 

 

Tag 2

Sibiu - Sinaia

Heute beginnen wir mit einer kurzen Erkundung von Sibiu, einem der Zentren der Siebenbürger Sachsen. Ein einheimischer Führer zeigt uns einige Sehenswürdigkeiten dieser schönen Stadt und erklärt uns Geschichte und Gegenwart.

Am frühen Nachmittag fahren wir in die malerische Stadt Sinaia, etwa 1 ½ Stunden Fahrt. Sie heißt wie das gleichnamige Kloster, das seinen Namen wiederum von der ägyptischen Halbinsel Sinai herleitet – eines unserer frühen Wüstenwanderer-Ziele, das uns in sehr guter Erinnerung ist. Diese kleine Stadt ist wunderschön in einem Tal gelegen, an der Pforte zum ländlichen Kernland Siebenbürgens umgeben von den Gipfeln der Karpaten, die sich in nächster Nähe erheben. Am Nachmittag haben wir noch etwas Zeit, um Sinaia zu entdecken.

Übernachtung und Abendessen im Hotel.

 

Tag 3

Von Sinaia zur Padina-Hütte: 8 km, ca. 4-5 Stunden Gehzeit.

Direkt von unserer Unterkunft aus wandern wir nach einem ausgiebigen Frühstück in Richtung des Peles-Schlosses, das 1873 von König Carol I. von Rumänien als Sommerresidenz erbaut wurde und als sein Lieblingsschloss galt. Wir gehen weiter auf dem gepflasterten Weg im Wald, der uns zur örtlichen Seilbahn führt. Mit ihr fahren wir bis auf 2000 m Höhe und genießen den Blick auf Sinaia, das Peles-Schloss, das Prahova-Tal, die ausgedehnten Wälder in der Umgebung und die beeindruckenden Gipfel der Karpaten. Oben angekommen haben wir einen kurzen Aufstieg zum Furnica-Gipfel (2103 m). Von hier aus beginnen wir den Abstieg in Richtung Padina. Zunächst sind wir von Almwiesen umgeben, doch schon bald durchquert unser Weg einen beeindruckenden Wald, der uns ins Padina-Tal führt. Schließlich steigen wir zur Padina-Hütte ab, wo wir in unserer Hütte übernachten.

 

Tag 4

Von der Padina-Hütte zur Malaiesti-Hütte: 17,4 km, ca. 6-8 Stunden Gehzeit.

Inzwischen sind wir ein wenig akklimatisiert, hoffentlich gut ausgeruht und bereit für die längste Wanderung unserer Tour. Von der Padina-Hütte aus wandern wir weiter durch eine wilde, alpine Umgebung. Wir treffen auf ein paar Dörfer und einheimische Hirten, die ihre Schafe hüten. Die Gegend ist beeindruckend, wir sind umgeben von tiefgrünen Wiesen und hoch aufragenden, schroffen Karpatengipfeln.  Unser Weg ist gut gepflegt und führt uns bis zur Omu-Hütte und zum Omu-Gipfel (2505 m), dem höchsten Gipfel des Bucegi-Gebirges. Manchmal ist diese Hütte noch bis Mitte Mai aufgrund von Schneefall unzugänglich. Es kann sein, dass wir während unserer Wanderung noch einige Schneefelder sehen, aber im Großen und Ganzen werden unsere Wege im September frei sein.

Wir beenden den Tag in der Malaiesti-Hütte auf 1720 m Höhe. Sie liegt isoliert in den Bergen und ist nur zu Fuß oder mit einem Esel zu erreichen. Die Unterkunft in dieser Hütte ist einfach (Etagenbetten, Gemeinschaftstoiletten), aber das Essen, das hier für uns zubereitet wird, ist wohlschmeckend und bodenständig. Und: abends gibt es ein gutes Bier!    

Die Malaiesti-Hütte kann nicht mit Fahrzeugen erreicht werden. Unser Hauptgepäck wird von Padina nach Bran transportiert. Für diesen Tag müssen wir also das Nötigste für eine Übernachtung in Malaiesti einpacken und tragen: leichte Kleidung zum Wechseln, einige grundlegende Toilettenartikel reichen aus – denn wir müssen sie in unseren Tagesrucksäcke tragen. Einen Schlafsack brauchen wir nicht mitzunehmen, da die Bettwäsche gestellt wird.

 

Tag 5   

Von der Malaiesti-Hütte nach Bran: 16,6 km, ca. 5-6 Stunden.

Es gibt einige Anstiege, aber die meiste Zeit geht es bergab bis zum Schloss Bran und den Annehmlichkeiten eines örtlichen Hotels. Wir wandern über den westlichen Rücken des Bucegi-Gebirges, einen ruhigen Teil, wo wir vielleicht einem örtlichen Hirten mit seiner Herde begegnen. Rundherum gibt es spektakuläre Aussichten. Sobald wir den Abstieg in Richtung Bran beginnen, gelangen wir in ein weitläufiges Waldgebiet mit mächtigen, beeindruckenden Bäumen so weit das Auge reicht. Unser Waldabstieg führt uns in Richtung des freundlichen Dorfes Bran. Wir besuchen das berühmte und bekannte "Dracula-Schloss" und erfahren alles über die lokale Geschichte und die Mythen des Schlosses. Nach einem letzten 15-minütigen Wegstück erreichen wir unser ruhiges Hotel vor Ort.

 

Tag 6  

Von Bran nach Pestera: 17,7 km, ca. 5-6 Stunden. 

Ein Wandertag in geringerer Höhe (etwa 1000 m) durch Wälder, Wiesen und lokale Bauerndörfer. Bei der Durchquerung einiger Dörfer können wir die einfache, ländliche Lebensweise der örtlichen Bevölkerung und einige ihrer erstaunlichen Bauwerke bewundern. Manchmal hat man das Gefühl, als sei die Zeit hier stehen geblieben.

Wir übernachten in einem örtlichen Bauernhof-Gästehaus mit einfachen Zimmern, wo wir mit lokalen Gerichten, einem guten Bier (oder zwei?) versorgt werden: nicht schwer, sich hier wohlzufühlen! Eine großartige Gelegenheit, das ländliche Siebenbürgen auf authentische Weise zu erleben.

 

Tag 7     

Von Pestera durch den Nationalpark Piatra Crajului nach Zarnasti: 18 km, ca. 5-6 Stunden, gefolgt von einem kurzen Transfer nach Brasov. 

Ein Trekking-Tag im Piatra Craiului-Nationalpark: Ein etwas anspruchsvollerer Tag, an dem wir den Hauptkamm des Piatra Craiului-Gebirges innerhalb des Nationalparks erreichen, bevor wir am Ende der Wanderung nach Zarnesti absteigen. Ein Tag mit tiefen Wäldern, alpiner Landschaft, einheimischen Hirten, Wasserfällen, vielen wilden Pilzen und ja, einer Waldhütte, in der es Kaffee und tollen Apfelkuchen gibt.

Am Ende unserer Wanderung gibt es einen kurzen Bustransfer nach Brasov, wo wir die beiden letzten Nächte im Hotel verbringen.

 

Tag 8

Bärenschutzgebiet Zarnesti und Brasov

Heute steht ein Besuch im  Bärenschutzgebiet in Zarnesti auf dem Programm. Das Bärenschutzgebiet wurde 2005 gegründet und umfasst eine Fläche von 69 Hektar Land. Es wurde zur Heimat für über 100 Bären, von denen die meisten aus grausamer und missbräuchlicher Gefangenschaft gerettet wurden. Es ist das größte Reservat für Braunbären in der Welt.

Nach dem Besuch des Schutzgebiets kehren wir nach Brasov zurück, wo wir den Rest des Tages zur freien Verfügung haben.

Brasov ist eine wichtige Stadt in Siebenbürgen mit über 200.000 Einwohnern – eine Gründung des Deutschen Ordens im frühen 13. Jahrhundert. Sie nannten sie Corona, woraus der siebenbürgische Name Kronstadt entstand. Die Stadt war über Jahrhunderte neben Hermannstadt das kulturelle, geistige, religiöse und wirtschaftliche Zentrum der Siebenbürger Sachsen, die seit dem 12. Jahrhundert auf Einladung des ungarischen Königs in der Region siedelten und bis ins 19. Jahrhundert hinein die Mehrheit der Stadtbevölkerung bildeten. Bekannt für ihre mittelalterlichen Mauern und Bastionen, die gotische Schwarze Kirche und ihre lebhaften Cafés, wird es sehr interessant sein, hier noch einige Zeit zu verbringen. 

 

Tag 9

Brasov, Transfer zum Flughafen Sibiu und Rückflug nach Stuttgart

Am Vormittag haben wir noch freie Zeit in Brasov. Es gibt sicher noch viel zu sehen – oder sich einfach ein wenig treiben zu lassen und die Atmosphäre zu genießen.

Später fahren wir zum Flughafen und treten den Rückflug nach Stuttgart an.

 

Stand: 05.10.2023
Details der Planung können sich im Lauf der Vorbereitungen oder vor Ort aufgrund unvorhersehbarer Umstände noch verändern.
Die angegebenen Fahrtzeiten basieren auf der langjährigen Erfahrung unserer einheimis
chen Crew.


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